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Covid-19 in wenig industrialisierten Ländern in Afrika, Lateinamerika oder Asien  


Beiträge: 6
(@hefjaeger)
Mitglied
Beigetreten: vor 4 Jahren

Eine gute Analyse im Lancet von heute:

Lock down und Angst-Auslösung sind in wenig industrialisierten Ländern besonders ungesund (Südafrika, Kenia, Nigeria u.a.). Länder mit ruhiger, besonnener Bevölkerungsaufklärung fahren besser (siehe Laos, Tansania, Vietnam u.a.). Denn 90% der Bevölkerung sind dort zu jung, um zur SARS-CoV-2-Risikogruppe zu zählen, und die oft miserablen Gesundheitsstationen (die dort oft nicht viel zu bieten haben), werden nicht panisch geflutet (so dass Menschen weniger an nosokomial erworbenen Infektionen sterben):

Ich würde noch ergänzen:

  • Covid-19 ist auch ein Symptom für (gesellschaftliche) Krankheiten, um die man sich (uva in Brasilien dringend kümmern müsste): inhumane Lebensbedingungen in Megastädten und Industrieregionen: Slum-Elend, Smog-Feinstaub, Umweltgifte, ...
  • Eine Covid-19-Impfung wäre in diesen Ländern völlig daneben, denn dem Risiko (Nebenwirkungen, nosokomiale Infektionen, Irrglaube geschützt zu sein ...) steht kein wesentlicher Nutzen gegenüber. Zumal andere Krankheiten (u.v.a. HIV) viel wichtiger sind, und Covid-19-Botschaften von deren Prävention ablenken.
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1 Antwort
Beiträge: 7
(@dietrich)
Mitglied
Beigetreten: vor 4 Jahren

Liebe MEZIS,

der Artikel ist gut, aber mit der Zusammenfassung nicht hinreichend beschrieben, sollte also besser gelesen werden.

Die Ergänzungen von hefjaeger sind offensichtlich persönlicher Natur und gehen aus dem Artikel so nicht hervor:

Covid-19 kein Symptom von irgend etwas, sondern in erster Linie eine Viruserkrankung, die aber natürlich in unterschiedlichen Settings unterschiedliche Dynamiken und Verläufe entwickelt.

Eine Covid-19-Impfung in Entwicklungsländern als völlig daneben zu bezeichnen, ist wohl zumindest etwas überspitzt, wenn nicht ebenfalls ... . Es würde mich mal interessieren, was unsere Kollegen in diesen Ländern dazu sagen.

Wolfgang Dietrich

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