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Standpunkte und Vorschläge für einen Strategiewechsel in der Coronapolitik


Beiträge: 2
Topic starter
(@manuel-schug)
Mitglied
Beigetreten: vor 1 Jahr

Nachfolgend möchte ich mein Papier "Standpunkte und Vorschläge für einen Strategiewechsel in der Coronapolitik" zur Diskussion stellen. Das Papier habe ich am 13. Januar verfasst. Das Dokument befindet sich in der Anlage zu diesem Thread als PDF-Datei. Einige besonders relevante Quellenverweise sind im Dokument ganz unten zu finden.

Für MEZIS-Mitglieder dürfte insbesondere die Diskussion um die Impfstoffe von Interesse sein. Zum heutigen Tag wurde ein sog. "Impfgipfel" zwischen Bund, Ländern und Pharmaunternehmen anberaumt, wo Lösungen für die aktuellen Lieferdefizite gesucht werden sollen. Meiner Meinung nach geht die öffentliche Diskussion zu dieser Problematik jedoch am eigentlichen Problem vorbei. Ich sehe das weit grundlegendere Problem darin, wie die Impfkampagne überhaupt angegangen wurde: statt offener Risikokommunikation (was spricht für, was spricht gegen die Impfung, wo fehlen genaue Daten) wird eine Werbekampagne betrieben. Mancher mag so den Eindruck bekommen, man solle zur Impfung überredet werden. Menschen, die gegenüber den Impfstoffen zuvor schon skeptisch waren, werden so in ihrer Skepsis bestätigt. Es war und ist zu spüren, dass mit großen politischen Druck Impfungen forciert werden sollen, die Abwägung pro und contra tritt in den Hintergrund. Auf der anderen Seite wurde bei den Impf-Befürwortern eine überzogene Erwartung in die Impfstoffe geschürt. Dabei scheint mir die Datenlage in vielerlei Hinsicht noch nicht abschließend geklärt (z.B. Wirksamkeit bei sehr alten Menschen oder Einfluss der Impfungen auf das Ausbreitungsgeschehen des Virus). Die Enttäuschung der Impfwilligen wegen der Lieferschwierigkeiten ist nun jedenfalls aufgrund der hoch gesteckten Erwartungen umso größer. Einzig "Big Pharma" dürfte sich über die aktuellen Entwicklungen ins Fäustchen lachen.

Darüber hinaus enthält das Standpunktschreiben noch andere sozialpolitische Überlegungen, die über die originären MEZIS-Anliegen etwas hinausgehen.

Zu all dem darf gern diskutiert, auf ggf. vorliegende Inkonsistenzen in der Argumentation hingewiesen und Unvollständigkeiten ergänzt werden.

M. Schug

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1 Antwort
Beiträge: 1
Admin
(@helmut)
Mitglied
Beigetreten: vor 1 Jahr

Covid-19-Diskurse sind komplex:

Die ZfA-online erschien Anfang 2021 erstmals mit Editorial und Gegen-Editorial ( https://www.online-zfa.com/fileadmin/user_upload/Editorial_1_2021.pdf). Man verliert zudem leicht die Übersicht: Google-Scholar bringt zu Covid-19 fast 4 Mill. Ergebnisse, und bei Pubmed sind es immer noch >100.000. Angesichts dieses Tsunami brauchte man dringend ein "Zentrum zur Qualitätssicherung in der medizinischen Forschung (dw-online.de)". Doch dessen Fertigstellung klemmt, weil der damit Beauftragte (John Ioannides) publizierend in Ungnade gefallen ist ( https://publons.com/researcher/2769021/john-p-a-ioannidis/publications/, Anfang 2021: sciencedirect.com/science/article/pii/S001393512100150X, onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/eci.13520). Und andere, die die alternativlose Weisheit der deutschen Corona-Strategie bezweifeln (u.a. covid-strategie.de, matthias.schrappe.com) erreichen nur wenige, die keinen entscheidenden Einfluss besitzen.

In einem ganz anderen Bereich schien mir (bei der Review-Abfassung zum "Ökosystem Zelle") mein Unwissen umso mehr zu wachsen, je neugieriger ich suchte und je faszinierter ich las. Die Realität ist eben hochkomplex und wunderschön zugleich. Ganz anders erscheint ihr Abbild in der "Aufklärung" bzgl. neuartiger, öffentlich empfohlener Pharmaprodukte durch eine intransparente Lobby-Firma ("mit Unterstützung des RKI").

Meine diesbezügliche Anfrage an die Geschäftsstelle der STIKO (16.02.2021) wurde am 26.02.2021 beantwortet. Jetzt weiß ich zumindest: "der Kooperationspartner (das Deutsche Grüne Kreuz e.V.) ist erfahren in der Erstellung von Impfaufklärungsbögen". siehe Anhang

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