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Standpunkte und Vorschläge für einen Strategiewechsel in der Coronapolitik  


Beiträge: 2
Topic starter
(@manuel-schug)
Mitglied
Beigetreten: vor 8 Monaten

Nachfolgend möchte ich mein Papier "Standpunkte und Vorschläge für einen Strategiewechsel in der Coronapolitik" zur Diskussion stellen. Das Papier habe ich am 13. Januar verfasst. Das Dokument befindet sich in der Anlage zu diesem Thread als PDF-Datei. Einige besonders relevante Quellenverweise sind im Dokument ganz unten zu finden.

Für MEZIS-Mitglieder dürfte insbesondere die Diskussion um die Impfstoffe von Interesse sein. Zum heutigen Tag wurde ein sog. "Impfgipfel" zwischen Bund, Ländern und Pharmaunternehmen anberaumt, wo Lösungen für die aktuellen Lieferdefizite gesucht werden sollen. Meiner Meinung nach geht die öffentliche Diskussion zu dieser Problematik jedoch am eigentlichen Problem vorbei. Ich sehe das weit grundlegendere Problem darin, wie die Impfkampagne überhaupt angegangen wurde: statt offener Risikokommunikation (was spricht für, was spricht gegen die Impfung, wo fehlen genaue Daten) wird eine Werbekampagne betrieben. Mancher mag so den Eindruck bekommen, man solle zur Impfung überredet werden. Menschen, die gegenüber den Impfstoffen zuvor schon skeptisch waren, werden so in ihrer Skepsis bestätigt. Es war und ist zu spüren, dass mit großen politischen Druck Impfungen forciert werden sollen, die Abwägung pro und contra tritt in den Hintergrund. Auf der anderen Seite wurde bei den Impf-Befürwortern eine überzogene Erwartung in die Impfstoffe geschürt. Dabei scheint mir die Datenlage in vielerlei Hinsicht noch nicht abschließend geklärt (z.B. Wirksamkeit bei sehr alten Menschen oder Einfluss der Impfungen auf das Ausbreitungsgeschehen des Virus). Die Enttäuschung der Impfwilligen wegen der Lieferschwierigkeiten ist nun jedenfalls aufgrund der hoch gesteckten Erwartungen umso größer. Einzig "Big Pharma" dürfte sich über die aktuellen Entwicklungen ins Fäustchen lachen.

Darüber hinaus enthält das Standpunktschreiben noch andere sozialpolitische Überlegungen, die über die originären MEZIS-Anliegen etwas hinausgehen.

Zu all dem darf gern diskutiert, auf ggf. vorliegende Inkonsistenzen in der Argumentation hingewiesen und Unvollständigkeiten ergänzt werden.

M. Schug

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