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Was können wir selbst tun?


Beiträge: 5
Admin
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(@annette)
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Beigetreten: vor 1 Jahr

Mitte August bekamen wir diese E-Mail an MEZIS:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

als Vater, Bürger, Mitarbeiter im Gesundheitswesen (Physiotherapie), betrachte ich die Entwicklung im Lande im Bezug auf die (Zwang)Impfung sehr besorgniserregend.

Ungeimpfte werden immer mehr unter Druck gesetzt.

Die Stiko hat der Politik nachgegeben und die Impfung ab 12 Jahren empfohlen.

Ungeimpfte werden als krank, potenzielle Überträger gesehen, auch wenn sie keine Symptome haben.

Seit Wochen kreist mir der Gedanke im Kopf, ob es nicht möglich ist, eine Studie durchzuführen und all diese Leuten (ca. 30 Millionen) in einer repräsentativen Gruppe zu untersuchen, um endlich Mal zu beweisen, dass man gesund ist und keinerlei Gen-Therapeutikum braucht.

Kennen Sie Ärzte, die bereit wären, so eine Studie zu starten?

Ich stellte mich an erster Stelle zu Verfügung und würde so viele Leute zusammenbringen, wie Sie es benötigen.“

 

Und dann noch eine Mail von einer Studentin der Universität Würzburg, die sich damit konfrontiert sieht, ab Semesterbeginn Tests selbst finanzieren zu müssen. Wäre sie geimpft, müsste sie sich dem finanziellen Druck nicht aussetzen.

 

Für mich stellt sich weniger die Frage, ob, wann und mit welchen Mitteln wir eine Herdenimmunität erreichen können als einzigen Ausweg aus den Infektionswellen, sondern eher, wie wir wieder zu einem friedlichen und sozialen Miteinander übergehen können, in dem wir uns nicht gegenseitig ständig als Infektionsbedrohung für die eigene Gesundheit sehen. Also weg von dem Fingerzeigen auf andere: „Du musst das machen, ich habe schon die Auflagen erfüllt!“, hin zu: „Ich schütze mich selbst durch bestimmte Maßnahmen, kann darauf in einem gewissen Maße auch vertrauen und verhalte mich so, dass ich mich nicht leicht anstecken kann, selbst wenn mir eine Person begegnet, die mich unbeabsichtigt anstecken könnte - und das übrigens trotz Impfung der anderen Person oder obwohl ich selbst geimpft bin.“

Vielleicht ist unsere Aufgabe als mündige Bürger tatsächlich, ebenfalls Daten zu sammeln, wie oben vorgeschlagen - oder mindestens uns selbst bewusst zu werden, wie die Infektionen und Erkrankungen uns selbst betreffen, über die Bilder und Texte in den Medien hinaus - und den Politikern und Entscheidern und auch den Virologen und den nicht in Krankenhäusern arbeitenden Menschen zu zeigen, dass es ein sehr vielfältiges Leben geben kann ohne die ständige Angst vor einer Infektion und mit einem angepassten Verhalten. Und dass wir auch im positiven Sinn aufeinander einwirken können und aufeinander achten: Ich kann meine nahezu erwachsenen Kinder nicht davon abhalten, sich mit anderen zu treffen, ich kann sie sensibilisieren für die Ansteckung und vor allem kann ich ihnen helfen, wenn sie krank werden und aus unserem Umgang mit dieser Krise zu lernen – und zwar nicht durch Ausgrenzung, sondern mit Integration.

Ich wünsche mir noch viel mehr Transparenz und Ehrlichkeit mit den Infektionszahlen, ich wünsche mir, dass wir das Leid der Infizierten und Erkrankten – auch entstehend durch die Ausgrenzung! – anerkennen und dass wir uns weiterhin unterstützen. Ich wünsche mir, dass das Wirken von Hygienekonzepten anerkannt wird, so dass der Besuch der Universität, Ausbildungsstätte, der Firma, der Schule, eines Restaurants oder Fitnessstudios, eines Theaters oder Kinos möglich wird, auch gern im Zusammenhang mit kostenlosen oder sehr günstigen (Selbst)-Tests, um die Konzepte zu evaluieren.

Ich glaube, das sich Gegenseitig-von-einer-Seite-überzeugen-wollen einzutauschen in eine integrative Vorgehensweise, in der wir uns mit unseren Bedürfnissen akzeptieren, ist ein Weg mit Potential.

Ich habe auf die Mails geantwortet, dass ich mit den Anregungen und meinen Gedanken dazu ins MEZIS-Forum gehen werde. Wir sollten auch weiterhin Gespräche suchen, denn schon damit können wir etwas erreichen und Menschen zum Nachdenken bringen. Liebe/r E-Mail-Schreibende, mich haben Sie jedenfalls zum Nachdenken gebracht!

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